Geschlossene Fonds
Allgemeines zu geschlossenen Fonds
Bei der Investition in Fonds unterscheidet man zwischen sog. „offenen“ und „geschlossenen Investmentfonds“.
Der offene Fonds kann an allen Börsentagen gehandelt werden, während bei den geschlossenen Fonds nur innerhalb des sog. Platzierungszeitraumes ein gewisser Fondsanteil erworben werden kann. Ist der Platzierungszeitraum, also der Zeitraum in dem der geschlossene Fonds an die Investoren verkauft wird, vorüber, ist der Investor mit seinem erworbenen Anteil wie ein „normaler“ Unternehmer an den Betrieb „gebunden“. Der Platzierungszeitraum ist gewöhnlich abgeschlossen, sobald die kalkulierten Finanzmittel durch die Investoren bereit gestellt werden können (also dann, wenn eine gewisse Eigenkapitalquote erreicht wird).
Ein charakteristisches Beispiel für die Investitionsform des „geschlossenen Fonds“ stellt die Kommanditgesellschaft (KG) dar. Der Kommanditist haftet mit den erworbenen Vermögen auch im Außenverhältnis gegenüber Gläubigern.
Geschlossene Fonds sind eine wichtige Finanzierungs- und Investitionsform, da diese die Realisation von größeren Projekten (wie z. B. den Schiffsbau, Investition in regenerative Energien) garantieren.
Die Tatsache, dass über geschlossene Fonds nach der Plazierungszeit nicht mehr frei verfügt werden kann, mag potentielle Verbraucher abschrecken, wer jedoch auf langfristig gute Renditechancen setzt, kommt an „geschlossene Fonds“ nicht vorbei.
Vorteile von geschlossenen Fonds
Der klare Vorteil von geschlossenen Fonds liegt in ihrer Unabhängigkeit von kurzfristigen Schwankungen auf den Aktienmärkten, auf den viel zu sehr affektiv und ineffizient gehandelt wird, indem auf Kurseinbrüche mit Verkauf von Aktien reagiert wird.
Nachteile von geschlossenen Fonds
Als Nachteil von geschlossenen Fonds wird oft angeführt, dass der Investor über einen längeren Zeitraum von z. B. zehn Jahren nicht über das investierte Kapital verfügen kann, was aber eher eine Frage der ökonomischen Risikopräferenz ist. Ergänzend ist aber auch zu erwähnen, dass auch „geschlossene Fonds“ selbst nach der Platzierungszeit verkauft werden können. Über sog. Fondsbörsen kann der erworbene Fondsanteil an Dritte veräußert werden. Es besteht lediglich – anders als bei Aktien – kein Rechtsanspruch darauf, den Fonds wieder zu verkaufen.
Fazit
Geschlossene Fonds eignen sich sehr gut für den langfristig angelegten Aufbau von Vermögen, sofern das Portfolio so zusammen gestellt ist, dass Risiken minimiert werden und die richtigen geschlossenen Fonds gewählt werden, bei denen sogar mit einer zweistellige jährlichen Rendite gerechnet werden kann.
Hier geht es zu geschlossenen Fonds:
- Medienfonds
- Energiefonds
- Immobilienfonds
- Containerfonds
- Einzelhandelsimmobilien Fonds
- Flugzeugfonds
- Infrastrukturfonds
- Leasingfonds
- Lebensversicherungsfonds
- Mischfonds
- Private Equity Fonds
- Prozesskostenfonds
- Schiffsfonds
- Solarfonds
Weiterhin bietet VGF Verband geschlossene Fonds e.V. und der Bundesverband Deutscher Kapitalgesellschaften als Interessennvertreter eine gute Basis zur Information.