Schiffsfonds
Das international enorme und weiter wachsende Transportaufkommen macht Schifffonds zu einer sehr attraktiven Anlageform, die ihres gleichen sucht, wenn man bedenkt, dass nicht weniger als 90 bis 95 % des weltweiten Güterverkehrs über große Containerschiffe abgehandelt wird.
Der Vorteil von Schiffsfonds liegt in der Unabhängigkeit von Wertpapiermärkten. Schiffsfonds kommen daher insbesondere für konservative Anleger in Frage, da das Risiko-Rendite-Verhältnis sehr gut prognostiziert werden kann.
Hinzu kommt noch, dass Schiffsfonds steuerliche Anreize bieten. Für Schiffe, die einer deutschen Reederei angehören, fällt eine sog. Tonnagesteuer an. Bei der Tonnagesteuer wird der Schiffsverkehr nach einer Pauschale besteuert, womit nicht der reale Gewinn besteuert wird. Das hat den Vorteil, dass Größe des Schiffes Besteuerungsgrundlage ist, was meistens ein klarer Vorteil für die Reederei und damit für Schiffsfonds ist.
Nach den Immobilienfonds liegen Schiffsfonds im Anlegerranking in Deutschland auf den zweiten Platz. Die Beliebtheit von Schiffsfonds lässt sich leicht mit der Internationalität von Schiffsfonds begründen. Mit Schiffsfonds ist der Anleger nicht an eine bestimmte Region gebunden, da die Transportschiffe dort hinfahren, wo die Wirtschaft floriert. Schiffsfonds gewährleisten daher, dass potentielle wirtschaftliche Erfolgsaussichten auf den gesamten Globus genutzt werden können.
Dennoch gilt es bei Schiffsfonds genau zu vergleichen, da – wie bei allen Anlageformen – der Fonds richtig aufgestellt sein muss.
Ein wichtiges Kriterium für z. B. die Frage der Ausschüttung bei Schiffsveräußerungen wird bei Schiffsfonds von der Mehrheit der Gesellschafter beschlossen.
Pro Jahr werden ca. 1,3 Mrd. Euro Eigenkapital in Schiffsfonds platziert. Fast ein Drittel des Gesamteigenkapitals von Geschlossenen Fonds werden in Schiffsfonds investiert. In der Vergangenheit war die Rendite von Schiffsfonds eindeutig im zweistelligen Bereich.